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„Die Mühe hat sich gelohnt“

Seligenstadt – Während das Mehrgenerationen-Projekt „Wohnikum“ wieder einmal in die Schlagzeilen rückt, weil ein Streit über die Rechtmäßigkeit eines Stadtverordnetenbeschlusses zum Bau des zweiten Wohnkomplexes entbrannt ist, überwiegen bei den Bewohnern der ersten Anlage Stolz und Zufriedenheit. „Was lange währt, ist nun endlich gut geworden“, so Margarete Wilz-Woyk und Doris Globig, die Vorsitzenden des Vereins Wohnikum. Seit Juni 2020 ziehen Menschen aller Generationen in die 31 Wohnungen der Liegenschaft Am Schwimmbad 11 a+b. „Die Mühe hat sich gelohnt, das bestätigen auch neue Nachbarn, die inzwischen Wohnikum-Mitglieder geworden sind.“

Warteliste für das Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“

Wohnikum-Mitglieder haben 19 Wohnungen, das sind 61 Prozent der insgesamt 31 Wohnungen, gekauft. Die Aktivitäten des Vereins schließen alle Bewohner ein, ob Mitglied oder nicht, sagen die Vorsitzenden Margarete Wilz-Woyk und Doris Globig. „Ausgrenzung gibt es mit uns nicht. Inzwischen sind viele Menschen auf das Projekt aufmerksam geworden und möchten gern einziehen. Eine Warteliste wird geführt. Deshalb freuen wir uns, wenn der zweite Bauabschnitt möglichst bald realisiert wird und gemeinschaftliches Wohnen als Wohnform der Zukunft zum Aushängeschild für Seligenstadt werden kann.“

Die Würfel sind nun gefallen

Weil sich gewöhnlich Sterbliche und auch die sogenannte öffentliche Hand auf See ebenso wie vor Gericht in Gottes Hand begeben, will mit Bedacht erwogen werden, ob die Stadt Seligenstadt im Falle der Wohnikum-Genehmigungsfiktion und jener unseligen Folgebeschluss-Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2012 mit dem Kreis Offenbach und damit der Genehmigungsbehörde in den Ring steigen soll. Da sich die Stadt im Zuge jenes automatischen Eintretens der Baugenehmigung aufgrund von Verfahrensversäumnissen und Ablauf der Bearbeitungsfrist, was sie bestreitet, für juristischen Beistand entschieden hatte, lohnt ein Blick auf die nun vorliegenden Erkenntnisse der Frankfurter Rechtsexperten. Demnach sind der Bauaufsicht des Kreises Offenbach zwar Formfehler unterlaufen, auch sei „die eingetretene Fiktion inhaltlich (materiell) rechtswidrig, weil die Festsetzung des Bebauungsplans nicht erfüllt ist und der Stadtverordnetenbeschluss nicht vorliegt“, doch dann dominieren die Ausrufezeichen auf der „Habenseite“. Demnach sind Rechtsmittel gegen diese fiktive Baugenehmigung dennoch „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit unzulässig“ und selbst im Zulassungsfalle kaum erfolgreich, weil die Baugenehmigung „mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtmäßig ist“. Zwar widerspreche sie den Festlegungen des Bebauungsplans, doch sei zu beachten, dass dieser „rechtswidrig sein dürfte“.

Neujahrsgruß

Liebe Wohnikum-Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,
zum Neuen Jahr wünscht der Wohnikum-Vorstand alles Gute, Glück und Zufriedenheit.

Es liegt ein ereignisreiches Jahr 2020 hinter uns, in dem viele unserer Vereinsmitglieder in das Domizil Am Schwimmbad 11 eingezogen sind. Wir hoffen auf 2021, dass die Corona-Pandemie bald überwunden ist, wir unser gemeinschaftliches Wohnen und die Nutzung des Gemeinschaftsraumes auch in die Praxis umsetzen können und dass der 2. Bauabschnitt bald realisiert wird, es warten noch viele Interessent*innen auf Wohnungen!